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Wärmepumpe an einem Altbau in Peine
Ratgeber · Update Juli 2026

Wärmepumpe im Altbau – geht das wirklich?

Was funktioniert, wo ist Hybrid die bessere Wahl – und woran erkennen Sie ein sauberes Angebot.

„Meine Heizung ist von 1998, geht da überhaupt eine Wärmepumpe?“ – diese Frage hören wir wöchentlich. Die kurze Antwort: Ja, in mindestens 70 % der Fälle. Die längere Antwort hängt an drei Punkten, die wir hier erklären.

Voraussetzungen

3 Kriterien für die Altbau-Wärme­pumpe

Vorlauftemperatur < 55 °C

An kalten Tagen sollte die Heizung mit unter 55 °C auskommen. Testen: Thermostate voll aufdrehen, nach 2 Std. Vorlauf­temperatur ablesen.

Dämm­standard mindestens WSVO 1995

Fenster mit Isolierverglasung, gedämmtes Dach, keine großen Wärmebrücken. Ungedämmter 60er-Bau: erst dämmen, dann Wärmepumpe.

Ausreichend große Heiz­flächen

Fußboden­heizung ist ideal. Alte Rippen­heizkörper reichen oft nicht – Austausch gegen Typ-33-Heizkörper oder Wand­flächenheizung nötig.

Warnsignale

5 rote Flaggen im Angebot

  • Angebot ohne Heizlast­berechnung nach DIN EN 12831
  • Vorlauf­temperatur wird nicht gemessen, nur geschätzt
  • Kein hydraulischer Abgleich im Angebot enthalten
  • Wärme­pumpe ohne Pufferspeicher – oft zu klein dimensioniert
  • Pauschale „Wärme­pumpe geht immer“-Zusage ohne Analyse

Bei uns sind Heizlast­berechnung, Vorlauf-Messung, hydraulischer Abgleich und Puffer­dimensionierung immer im Angebot – nicht als Zusatzposition.

FAQ – Wärmepumpe im Altbau

Ab welchem Baujahr lohnt die Wärme­pumpe im Altbau?+
Grundsätzlich jedes Baujahr, wenn Dämmung nachgerüstet und Heizflächen groß genug sind. Ohne Dämm-Maßnahmen wird die Wärmepumpe im schlecht gedämmten Altbau von vor 1978 selten effizient.
Was ist Hybrid und wann macht das Sinn?+
Hybrid = Wärme­pumpe + Gas-Brennwert. Die Pumpe deckt 70–85 % der Heizarbeit, Gas springt an sehr kalten Tagen ein. Sinnvoll in schlecht gedämmten Häusern, wo die reine Wärme­pumpe zu groß dimensioniert würde.
Müssen alle Heizkörper getauscht werden?+
Nein. Wir prüfen jeden Raum: Räume mit ausreichend großen Heiz­körpern (Typ 22/33) bleiben oft bestehen, nur Engstellen werden getauscht. Meist 30–50 % der Heizkörper – kein Komplett­austausch nötig.
Wie hoch ist die BEG-Förderung für Altbau-Wärme­pumpen?+
Bis zu 70 %: 30 % Grund­förderung + 20 % Klima­geschwindig­keits­bonus + 30 % Einkommens­bonus (bis 40.000 € Haushaltseinkommen). Für Effizienzbonus (5 %) braucht es Natur­kältemittel wie R290.
Wie laut ist die Außenein­heit für den Nachbarn?+
Aktuelle Geräte 30–45 dB in 3 m. Die TA-Lärm schreibt nachts 40 dB an der Grundstücks­grenze vor – bei Reihen­häusern gut planen. Aufstellort und ggf. Schallschutz­haube prüfen wir standardmäßig.
Was kostet mich Strom pro Jahr?+
Bei JAZ 3,5 und 15.000 kWh Wärmebedarf: ca. 4.300 kWh Strom. Mit Wärme­pumpen­tarif (25 ct/kWh) entspricht das rund 1.100 €/Jahr – etwa halb so viel wie Gas bei aktuellen Preisen.
Ihr Altbau, unsere Erfahrung

Passt eine Wärmepumpe zu Ihrem Haus?

Wir prüfen Heiz­last, Vorlauf und Dämmung vor Ort und rechnen Ihnen ehrlich vor, was funktioniert.